WELCOME TO WHERE THE TIME STANDS STILL
CHAPTER I: HOW IT BEGAN
Das Monster erwachte im Jahr 2000. Graue Schleier und das feuchte Leder ließ uns in finstere Beat-Keller zurück ziehen. Wir Langhaarigen harrten dort aus und überwinterten. Ich nahm mir eine Zigarette und gab mir alle Mühe mit dem klammen Zündholz genügend Funken zu schlagen, um das mir wohlbekannte Knistern zu entfachen. Es war einer dieser Abende, nach einem dieser kräftezehrenden Auftritte. Mit ihrer neuen Scheibe "Learn to live" tourten Young, Bootrope, Owlmen und Father Radziej unter dem Namen Topsyturvydom durch die lärmenden Verliese unserer Gegend und versuchten damit der Kälte auf den Straßen zu entgehen. Als die Nacht für mich schließlich nichts mehr neues zu bieten schien, trat ein betrunkener alter Greis an den durchnässten Brettervorsprung den wir Bühne nannten heran. Unkenntlich im fahlen Licht der Kerzen, die Kapuze tief im Gesicht, rief er mit dünner Stimme: "Bang that head, that doesn`t bang!" Ihm war offensichtlich nicht entgangen, dass ein Lied der Four Horsemen drüben aus der Bay Area in der Zugabe seinen Platz gefunden hatte. Ich nickte anerkennend über seinen Sachverstand, wendete mich jedoch ohne eine Reaktion zu erwarten wieder meiner Zigarette zu. Beim nächsten Kopfheben war er verschwunden.
CHAPTER II: FIVE CUTE NICE-GUYS
Es gingen einige Wochen ins Land bevor ich genügend Energie und Taler aufbringen konnte, um wieder am gesellschaftlichen Leben in den Katakomben und Gewölben unserer Siedlung teilnehmen zu können. Als ich meine mir vertraute Bunker-Anlage betrat, trafen mich seltsame Blicke. Man hob ruckartig die Köpfe und starrte erschrocken an mir vorbei in Richtung Pforte. Alles hielt inne. Stille. Erst allmählich gab man sich wieder der Labsal hin. Ich war zugegebener Maßen irritiert. Am Holzverschlag an dem ich meine Taler gegen Bier einlöste, berichtete ein bärtiger Mann von einem mysteriösen Gerücht. Als ich seine Worte vernahm, löschte ein Windzug mein Streichholz. Kälte blies mir ins Gesicht. Kein Fenster. Keine Öffnung. Kein Wind. So dachte ich. "Eine Gruppe von Langhaarigen hat sich aufgemacht", gab mir schließlich der Wirt zu verstehen, der das Gerede des Alten vernommen hatte. "Mistreaded. Sie haben einen mitgenommen. Die Leute munkeln einer von hier." Mir stockte der Atem. "Wen haben sie mitgenommen?", fragte ich aufgeregt. "Leise, leise mein Freund! Viele denken der junge Wolter ist es." Er gab mir das Bier. "Damals waren sie öfter als Topsyturvydom hier", raunte er mir zu. "Jetzt hört man sie die Lieder der Four Horsemen singen." Langsam begann ich mich zu erinnern. Der alte Greis mit der dünnen Stimme. Er wollte mehr Metallica von ihnen. Mich fröstelte. Mit einem schäbigen alten Wischlappen reinigte der Wirt schließlich den Tresen und wischte meine Gedanken weg.
CHAPTER III: NO MORE CAN THEY KEEP US IN
Mein Weg führte mich hinaus. Doch egal wo ich meinen Kopf zur Ruhe legte, wieder und wieder hörte ich die Leute in kleinen Runden von ihnen erzählen. Geschichten von Wagemut, Erschöpfung und Freundschaft. Erst Jahre später sollte ich von einem alten Fellow an der Küste im Norden erfahren, dass aus dem unscheinbaren Rumoren und Grollen zusehends das Monster erwuchs wie ich es heute kenne. Er berichtete mir damals am Lagerfeuer, dass auf ihrem Weg Father Radziej zurück blieb. "Müde war er und andere Verlockungen trieben ihn aus dem Bunde." Young war in der Zwischenzeit zu einem Meister im Heranschaffen von Fuhrwerken geworden. Auch der junge Wolter erwies sich nach den Erzählungen des Fellows als beschlagen im Umgang mit dem neu erworbenen Bogen. Bootrope bereitete Nahrung und Owlmen hortete erbeutete Taler für schlechte Tage. So kämpften sie sich Jahr für Jahr durchs Land. Ich erfuhr, dass sich ihnen immer mehr fahrendes Volk anschloss. So auch Sounder, der wie Young die Kunst des Fell-Gerbens beherrschte und damit die Kraft im Bunde von Mistreaded stärkte. Den Aussagen des Fellows zufolge war das Monster mächtig geworden. Gar schien es noch zu wachsen. Aufgewühlt schlief ich in jener Nacht benebelt vom Portwein ein. Das Feuer erlosch. Am nächsten Morgen weckte mich die von meinen Füßen aufwärts kriechende Kälte. Stimmen hörend, drehte ich mich um. Ich wusste, es war Zeit.
...LISTEN, DAMN IT, WE WILL WIN !!!
TO BE CONTINUED...
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